Kitas: Schließung mit Notbetreuung

Der Kita-Betrieb wird am Freitag, 23. April, in der Notbetreuung stattfinden. Vor dem Hintergrund, dass sich die meisten Eltern nicht so kurzfristig auf eine neue Betreuungs-Situation einstellen können, wird der Begriff der “Notbetreuung” für den morgigen Tag großzügig ausgelegt. Die durch das Bundesgesetz vorgegebene Schließung der Kita-Einrichtungen inklusive der dort vorgesehenen Notbetreuung wird am Montag umgesetzt. Die Stadt Dortmund hat am Donnerstag im Rahmen eines Elternbriefes [pdf, 713 kB] im Detail informiert.

Offener Brief des Jugendamtelternbeirats der Stadt Dortmund zur öffentlichen Diskussion über die Impfpriorisierung der Erzieher*innen und Tageseltern.

Sehr geehrter Herr Stamp,
sehr geehrter Herr Laschet,
sehr geehrter Herr Laumann,


seit geraumer Zeit ist in den Medien zu vernehmen, dass die Rufe nach einer neuen Impfstrategie immer lauter werden. Insbesondere die Tatsache welche Priorität Erzieherinnen und Erzieher sowie Tageseltern genießen, stößt auch beim Jugendamtselternbeirat der Stadt Dortmund auf Unverständnis.


Der Grund besteht darin, dass Wir Eltern vor der schwierigen Entscheidung stehen, ob und wann wir unsere Kinder in die Betreuung schicken.

Hierbei leisten die Erzieherinnen und Tageseltern hervorragende Arbeit und vermitteln den Kindern trotz der vielen Einschränkungen ein hohes Maß an Normalität, obwohl das Arbeiten in diesem „Risikobereich“ vermutlich alles andere als leicht ist. Dafür sind wir sehr dankbar. Mit Unverständnis haben wir wahrgenommen, dass Erzieherinnen sowie Tageseltern (u. a. gleichgestellt mit Lehrerinnen, die mit mehr Distanz, Masken und ohne körperhygienische Aufgaben wie Wickeln arbeiten) an dritter Stelle, vermutlich also irgendwann Mitte des Jahres, geimpft werden können bzw. sollen. Gerade Erzieherinnen und Tageseltern haben wie die Lehrer ein erhöhtes Ansteckungsrisiko, da in der täglichen Arbeit und bei engem Kontakt zu den Kindern an Abstandsregeln nicht zu denken ist. Auch das Tragen von FFP2-Masken o. ä. ist in diesem Bereich nicht möglich, da die Kinder stark auf Mimik u. ä. angewiesen sind.

Von den viel zitierten „AHA-L Regeln“ fallen somit die beiden „A’s“ (Abstand und Alltagsmasken) weg.

Somit stellen Erzieherinnen in Kitas und die Tageseltern voraussichtlich die einzigen Berufsgruppen in Deutschland dar, die in Zeiten der Pandemie in so engem Kontakt zu anderen Menschen ohne voll umfängliche Schutzmaßnahmen arbeiten. Dies würde durch die aktuelle Priorisierung dann auch noch lange so bleiben. Dabei würde die Impfung sowohl die Erzieherinnen und Tageseltern als auch unsere Kinder besser schützen.


Der eingeschränkte Regelbetrieb der uns aus pädagogischer Perspektive oder auch in Hinblick auf die zurzeit besonders schwierige Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein gewisses Maß an Normalität ermöglicht, ist auf die derzeitige Impfpriorisierung nicht durchdacht. Neben Appellen der Landesregierung, dass Eltern ihre Kinder nach Möglichkeit zu Hause betreuen sollen, sollte die
Landes- und Bundesregierung hier unserer Meinung nach dafür sorgen, dass die „ungeschützt“ arbeitenden Erzieherinnen und Tageseltern so früh wie möglich die Chance bekommen einen Impfschutz gegen das Coronavirus zu erhalten. Ein Beispiel zeigt uns aktuell der Fall der durch die Medien ging, bei dem es zum Ausbruch in einer Kita in Freiburg mit dem Mutierten Virus gab. Solche Meldungen, Schließungen der Einrichtungen und die Verbreitung des Virus können nur durch ein schnelles Handeln eingedämmt werden.

Demzufolge stellt die aktuelle Situation im „eingeschränkten Pandemiebetrieb“ ein Dilemma dar. Niemand weiß so recht wo wir uns aktuell und perspektivisch in der Pandemielage befinden. Wir als Eltern fragen uns, wann der eingeschränkte Pandemiebetrieb wieder gelockert wird oder wann wir wieder mit Zuversicht zur Arbeit gehen können und unseren Arbeitgebern verbindliche Zusagen geben können. Darüber hinaus bekommen viele Eltern das Gefühl, dass die Kinder welche naturgemäß unsere Zukunft bestimmen und bilden, hintenan stehen. Deshalb muss der Betreuungsapparat aufrecht erhalten bleiben, denn nur so können wir alle langfristig davon profitieren. Wir möchten aber auch an dieser Stelle kritisch hinterfragen in wieweit sich die Bundes- und Landesregierung in Zusammenarbeit mit den (deutschen) Herstellern auf die Produktion des Impfstoffes hätte besser vorbereiten können. Wir erwarten an dieser Stelle eine Antwort auf dieses bereits von Erzieherinnen, Politikern, Eltern und Gewerkschaften aufgegriffene Thema. Wir wollen uns mit diesem offenen Brief solidarisch für die Erzieher*innen sowie den Tageseltern zeigen und uns für einen adäquaten, kindgerechten Schutz vor dem Corona-Virus stark machen.

Mit freundlichen Grüßen

Der Jugendamtselternbeirat Dortmund

Kita-Kinder in NRW sollen bis 10. Januar zu Hause bleiben

Bild könnte enthalten: 1 Person, Text „"Der Betrieb in der Kindertagesbetreuung soll vom 14.12. bis 10.1. auf ein Minimum reduziert werden. Es wird kein Betretungsverbot geben. Aber dringender Appell an alle Eltern: Angebot bitte nur nutzen, wenn es absolut_notwendig ist!" NRW-Familienminister Joachim Stamp #ChancenNRW“

NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) appellierte am Freitag in Düsseldorf an die Eltern, das Angebot nur zu nutzen, wenn es absolut notwendig sei und ihre Kinder ansonsten möglichst zu Hause zu lassen.

Grundsätzlich bleiben die Einrichtungen aber offen – soweit sie in dem Zeitraum nicht ohnehin Betriebsferien geplant hatten. Landesweit einheitliche Weihnachtsferien gibt es für Kitas nicht.

„Wir werden kein Betretungsverbot für Schulen und Kitas aussprechen“, versicherte der stellvertretende Ministerpräsident. Die Betreuungsgarantie werde trotz Pandemie aufrechterhalten: Jedes Kind, für das der Kita-Besuch unverzichtbar sei, werde ein Betreuungsangebot bekommen.

Hinweise für die Kindertagesbetreuung vom 14.12. bis 10.1. | Chancen NRW (mkffi.nrw)

Der neue JAEB Dortmund ist gewählt

Es haben am 29.10. über 70 Elternvertreter aus den Dortmunder Kitas an der Online Veranstaltung teilgenommen und somit waren wir beschlussfähig und konnten den neuen JAEB wählen. Allen Gewählten an dieser Stelle schon mal herzlichen Glückwunsch und auf eine gute und erfolgreiche Zeit im JAEB Dortmund!

Wir bedanken uns auch nochmal an alle die nicht mehr dabei sein konnten für Ihre Arbeit im JAEB Dortmund.

Hier nun die neue Zusammensetzung des JAEB Dortmund 2020/2021

Said Kassem 1.Vorsitzender des JAEB // FABIDO Erbpachtstraße

Melanie Unger Stellv. Vorsitzende des JAEB // Ev. Kita Kirchhörde

Farah Hafhaf 1. Delegierte für den LEB // Stepke Kita Zaubertanz

Jana Göbel Stellv. Delegierte für den LEB // Ev. Georgskindergarten

Ayla Schikorra // FABIDO Rotbuchenweg

Yasmin Sakulski // Kath. St. Urbanus

Nora Grasse // VKK Fam. Zentrum

Jessika Schenk // Kath. St. Barbara

Tobias Rudolf // FABIDO Steinkühlerweg

Elke Pulzoch // Kath. St. Aloysius

Dr. Oliver Wölfel // Kath. hl. Familie Marten

Katja Cabadak // AWO Evinger Parkweg

Bengül Senarslan // EI. Bambini e.V.

Jessica Gomes Jelonek // FABIDO Syburger Kirchweg

Peter Rennert // Kita Gut Königsmühle

Anika Görlitz // Kita ConSol

Norman Müller // Kath. St. Marien

Angelika Schnitker // FABIDO Ligusterweg

Jasmin Bleier // FABIDO Marienborn

Sarah Haddouch // FABIDO Grävingholz

Nicole Habili // Kinder Kunsthaus Hugolino

Katrin Fischer // AWO Kita Bruchheck

Denise Schallwig // EI. Kindernest Sterntaler e.V.

Im Beirat bleiben weiterhin tätig

Nicole Belchhaus, Michael Ewerdwalbesloh, Hasan Aslantürk, Hatice Aydin-Sönmez und Zülfie Aytuna Sunal

Vollversammlung am 29.10.2020

Liebe Elternbeiräte,

wir begrüßen Euch herzlich als neu oder wieder gewählten Elternbeirat!

In dieser Funktion möchten wir Euch herzlich zur Vollversammlung der Elternbeiräte der Dortmunder Kindertageseinrichtungen am

Donnerstag, den 29.10.2020 um 19:00 Uhr

einladen.

Aufgrund der aktuellen Corona Situation, ist es nicht möglich, eine öffentliche Präsenzveranstaltung abzuhalten, deshalb wird die Vollversammlung über das Online-Konferenz Programm ZOOM veranstaltet. Mit dem Programm ist es möglich, eine Wahl anonym durchzuführen. Weitere Informationen über ZOOM finden Ihr in der Einladung, die Euch in den nächsten Tagen über Eure Einrichtung erreichen sollte.

Im Rahmen dieser Vollversammlung informieren wir Euch über die Arbeit im vergangenen Jahr und anschließend wird die jährliche Wahl des Gremiums durchgeführt. Grundlage hierfür ist § 11 Abs. 2 des Kinderbildungsgesetzes, in dem die Mitwirkung der Elternbeiräte auf

örtlicher Ebene geregelt ist. Die Gültigkeit der Wahl des Jugendamtselternbeirates setzt voraus, dass sich 15% aller Elternbeiräte aus den Tageseinrichtungen für Kinder im Jugendamtsbezirk an der Wahl beteiligt haben.

Im Sinne einer guten und vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Eltern, Kindertageseinrichtungen und Jugendamt würden wir uns über Eure Teilnahme bei der Vollversammlung freuen, damit die Interessenvertretung der Dortmunder Elternschaft auf Stadt- und Landesebene ermöglicht wird.

Von daher appelliere wir an Euch,  von Eurem Stimmrecht bei der anstehenden Wahl des Jugendamtselternbeirates für das Kindergartenjahr 2020/2021 Gebrauch zu machen.

Bei Fragen stehen wir Euch  unter vorsitz@jaeb-dortmund.de jeder Zeit zur Verfügung.

Euer JAEB Dortmund

Stellungnahme des JAEB Dortmund zu dem offenen Brief des LEB

Lieber Vorstand des LEB,


wir als JAEB-Dortmund haben den offenen Brief vom 10.05.2020 intensiv gelesen, darüber energisch diskutiert und sehen uns veranlasst, unsererseits darauf zu reagieren.


Auch wenn wir die in dem Brief zum Ausdruck gebrachten Wut nachvollziehen können, gehen wir nicht mit allen Aussagen des LEB konform und möchten daher unsere Position klarstellen.


Wir möchten auch ausdrücklich betonen, dass wir mit dieser Stellungnahme nicht die jahrelange und wertvolle Arbeit des LEB ganzheitlich kritisieren möchten, sondern lediglich einige in dem Brief angesprochene Sachverhalte anders sehen.
Unserer Einschätzung nach ist der vom LEB verfasste offene Brief nicht unbedingt lösungsorientiert, sondern größtenteils problemorientiert
Insbesondere den Formulierungen, die teilweise von unterschiedlichen Berufsgruppen als Angriff und Unterstellungen gewertet werden, können wir uns nicht anschließen; wir befürchten, dass der Brief zu Verwürfnissen zwischen der Eltern- Erzieher- und Trägerschaft führen.


Auch die Bezugnahme auf die Altenpflege und die dort aufopferungsvoll arbeiteten Pfleger sehen wir nicht so.Wir sehen Eltern nicht als „liebevollen Laien“, sondern als Experten ihre Kinder.Die Gefahr von Gewalt, Missbrauch und Vernachlässigung ist ein großes, nicht zu unterschätzendes Problem, das insbesondere während der Corona-Pandemie besonders im Fokus stehen muss. Allerdings gehen wir davon aus, dass dies bei weitem nicht alle der derzeit nicht betreuten Kinder betrifft, sondern eine Minderheit – die es auch vor der Pandemie, und auch nach der Pandemie mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu schützen gilt.Letztendlich sind Eltern die primär verantwortlichen Personen für die Erziehung ihrer Kinder. Kein Fachpersonal kann die elterliche Verantwortung und Zuwendung ersetzen. Deswegen ist es auch die primäre Aufgabe der Eltern nicht nur die Kinder „bei Laune zu halten“, sondern sie auch zu fördern und zu fordern. Es darf nicht sein -vor, während und nach der Pandemie-, dass die gesamte Verantwortung bzgl. Erziehung den Trägern und den staatlichen Institutionen überlassen wird.


Wir sind auch nicht der Ansicht, dass Träger oder Tagespflegepersonal durch die Weiterzahlung der Gehälter und das Einsetzen des Rettungsschirms Anreize setzen, weniger kreativ zu sein, um Kinder zu betreuen und Lösungen für die Problematik zu finden.


Wir sehen vielmehr den Einsatz, den viele Träger und insbesondere Erzieher – ob Kindertagesstätte oder in der Tagespflege – derzeit leisten, um die Notbetreuung zu organisieren, und auch abseits der Notbetreuung den Kindern, die nicht betreut werden können, ihre Aufmerksamkeit durch Briefe, Videos und ganz viele kreative Ideen zukommen lassen.


Aus unserer Sicht zeigt das deutlich, dass sie die liebevolle Erziehung unserer Kinder mehr als Berufung, als als Beruf ansehen.
Unserer Ansicht nach sollte vermieden werden, unterschiedliche Gruppen gegeneinander auszuspielen.


Uns ist es bewusst, dass durch die Corona-Pandemie der zwischenmenschliche Kontakt heruntergefahren werden musste, um überhaupt die Krankheit zu verstehen, zu analysieren und die Infektionsketten verfolgen zu können. Dieselbe oder ähnliche Ansammlung von Kindern kann an den o.g. Orten genauso stattfinden wie in den Kitas. Dass Kinder „keinesfalls eine größere Rolle als Erwachsene bei der Übertragung des Coronavirus haben“ heißt ganz klar auch, dass sie eine Rolle spielen. Dieses nicht zu beachten ist eine absolute Fahrlässigkeit. Bei der Pandemie geht es nicht um einen Schnupfen, sondern um Leben oder Tod.


Wir finden zudem, dass es einen sehr großen Unterschied macht, wer unsere Kinder betreut.


Wir sehen auch nicht die teilweise Öffnung der Grundschulen als Beweis dafür, dass auch Kitas erneut in den „Normalbetrieb“ gehen können.
Die Hygieneregeln in den Grundschulen sind sicherlich schwierig umzusetzen; im Rahmen Betreuung jüngerer Kinder in der Kita- und/oder Tagespflege dürfte das schlichtweg unmöglich sein.


Abschließend stehen wir nicht hinter den Aussagen, dass „Schmerzensgeld“ für „die Ignoranz der Politik“ ausgezahlt werden solle und „keine Regierungspartei der letzten Jahre“ Familien mit Kindern ernsthaft im Blick gehabt habe.
Natürlich sehen wir auch die vielen Probleme im Bereich der frühkindlichen Bildung; wir sehen allerdings auch die Bemühungen der Politik und Verwaltung auf allen Ebenen, an diesen Problemen zu arbeiten. Daher sehen wir es als unsere Aufgabe, auf Missstände (Personalmangel, schleppender Ausbau der Betreuungsplätze, Elternbeiträge für frühkindliche Bildung) aufmerksam zu machen, und gemeinsam Lösungen hierfür zu finden.


Der Corona-Virus ist ein neuer und hoch gefährlicher Virus, der uns gesamtgesellschaftlich vor neue Herausforderungen stellt. Natürlich sind uns die Nöte und die Schwächen des Systems auf kommunaler wie auch Landes- und Bundesebene an vielen Stellen und auch die Sorgen, Bedürfnisse und Wünsche der Eltern wie auch die der Kinder bewusst. Der Wunsch für Kinder wie auch Eltern Gehör zu verschaffen ist gut, wir bevorzugen aber eine andere Art und Weise.


In einer solchen Krisensituation aus unsere Sicht eher durch konstruktive Kritik an Lösungswegen gearbeitet werden – bei der Wertschätzung und Empathie nicht zu kurz kommen sollten.


Für uns als JAEB Dortmund steht das Wohl der Kinder, aber auch der Erzieher und aller Mitarbeiter der frühkindlichen Bildung und aller ihrer Familien im Vordergrund.


Wir hoffen, in Zukunft gemeinsam mit dem LEB und allen für die frühkindliche Bildung zuständigen Institutionen vertrauensvoll und konstruktiv zu arbeiten und uns für die Interessen der Kinder einzusetzen.


Mit freundlichen Grüßen aus Dortmund

JAEB-Dortmund